Solidarische Landwirtschaft

Hier ein paar grundlegende Informationen zur solidarischen Landwirtschaft, die dem Netzwerk der solidarischen Landwirtschaft (Solidarische Landwirtschaft e. V.) entnommen sind:

Die Idee der solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi) ist die, nicht nur einen Preis für ein bestimtes landwirtschaftliches Produkt zu bezahlen, sondern als Verbrauchergemeinschaft die Kosten  des landwirtschaftlichen Betriebs zu tragen und dafür einen Ernteertrag zu erhalten.

Auf Grundlage der geschätzten Jahreskosten der landwirtschaftlichen Erzeugung verpflichtet sich die Gruppe der Verbraucher/Privathaushalte, einen bestimmten Betrag, der jedes Erntejahr neu bestimmt wird, an den Hof zu zahlen.

Die solidarische Landwirtschaft hat viele positive Aspekte:

Für die Landwirten/innen

  • gibt es mehr Planungsicherheit;
  • wird das Risiko, das die landwirtschaftliche Produktion mit sich bringt, minimiert (z.B. schlechte Ernte auf Grund von Witterungsbedingungen);
  • gibt es ein  planbares Einkommen, welches es ihnen ermöglicht, sich einer gesunden, ökologischen und nachhaltigen  Form der Landwirtschaft zu widmen-

Für die Verbrauchern/innen

  • gibt es die Möglichkeit, hochwertige, ökologische, frische, vielfältige, saisonale, und regionale Nahrungsmittel zu beziehen;
  • gibt es mehr Transparenz – sie wissen, wo und wie die Nahrungsmittel angebaut werden, wer sie anbaut und zu welchen Kosten dies geschieht.
  • Außerdem fördern die Verbraucher/innen regionale, lokale und Strukturen und stärken eine lebendige Landwirtschaft.

Für die Region

  •  wird durch die Vielfalt  der Landwirtschaft ein Ort mit höherer Lebensqualität,
  • kann ein ökononomischer Impuls entstehen, da die Wertschöpfung zunehmend in der Region bleibt (z. B. auch weitere Projekte wie durch Zusammentreffen der Mitglieder, Tauschringe, Einmachtreffen etc.).

Das Konzept der solidarischen Landwirtschaft stammt ursprünglich aus Japan (Teikei), in den 1980er Jahren entwickelte sich in den USA das Konzept der Community-supported agriculture (CSA). In Deutschland gilt der Buschberghof in Fuhlenhagen erster Hof mit solidarischer Landwirtschaft.

Viele weiterführende Informationen zur solidarischen Landwirtschaft gibt es hier:
Netzwerk – Solidarische Landwirtschaft e. V.